Wie Schloss Oranienbaum öffentlich wurde und was das Bauhaus damit zu tun hat

Die Sommerausstellung »Dialog in Pastell« der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz beleuchtet im Bauhaus-Jubiläumsjahr die Verbindungen zwischen Bauhaus und Gartenreich. Im Mittelpunkt steht Schloss Oranienbaum mit den ab 1927 von Hinnerk Scheper gestalteten Innenräumen. Neue Archivforschungen ermöglichen erstmals Einblicke in die geplante »Filialgalerie« der Anhaltischen Gemäldegalerie, die auf Grund eines anstehenden Besuchs (14. Juni 1927) von Reichspräsident Paul von Hindenburg eiligst eingerichtet werden musste. Ludwig Grote, Landeskonservator und Direktor der Anhaltischen Gemäldegaleie, berichtete seiner Verlobten in Briefen von der Sorge nicht rechtzeitig fertig zu werden. Die Ausstellung verrät, dass die spontane Ersteinrichtung wenige Jahre später noch einmal überarbeitet wurde.

Nach erfolgreicher Restaurierung der »Scheper-Räume« (2021–25) können in Schloss Oranienbaum heute nicht nur die alten Farbfassungen wieder besichtigt, sondern auch mit Bleistift auf die Wände geschriebene Inventarnummern aus »Filialgalerie«-Zeiten entdeckt werden.

Kabinettausstellung (05.06.2026 – 18.10.2026)
_Ausstellungsarchitektur + -grafik (exkl. Sitzgelegenheiten): Funkelbach
_Kuratorische Arbeit: Dr. Anette Froesch, Bettina Schröder-Bornkampf, Dr. Christoph Willmitzer
_Gestaltung Werbemittel: Funkelbach
_Auftraggeber: Kulturstiftung Dessau-Wörlitz

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